Einer der Wirtshaustische, bei denen offen und ehrlich miteinander diskutiert wurde. Hier mit Gisela Sengl, Grüne Landesvorsitzende (vorne, Mitte)

Spannende Wirtshaustischgespräche mit Gisela Sengl

Was für ein gelungener Abend!

Am 4. Februar haben wir gemeinsam mit unserer Landesvorsitzenden Gisela Sengl, Niklas Wagener (MdB), Uwe Kekeritz (MdB), unserer stellvertretenden Landrätin Ruth Halbritter und Kamran Salimi (Direktkandidat für den Bundestag) zu Wirtshaustischgesprächen in den Landgasthof Goldener Stern eingeladen. Damit gesunde Ernährung nicht nur ein Schlagwort bleibt. Sondern für alle Menschen Realität im Alltag wird. Und 30 % Ökolandbau in Bayern nicht nur eine Zahl. Von der Macht der Verbraucherinnen und Verbraucher und Gastrosteuer über das Mercosur-Abkommen und solidarische Landwirtschaft bis hin zu Biogas und Jagd kam so ziemlich alles auf den Tisch, was es an Themen zu Landwirtschaft und Ernährung zu besprechen gibt.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie man eine Versorgung mit „Gutem, gesundem Essen für alle“ aus regionalen, vermehrt ökologischen und fairen Lebensmitteln bewerkstelligen kann, im Großen wie im Kleinen. Die vielen spannenden Ideen und persönlichen Erfahrungen der Gäste haben gezeigt, dass dies nur gelingt, wenn wir uns gemeinsam an einem Tisch setzen, einander zuhören, Lösungsansätze austauschen: Neben einer zukunftsfesten Landwirtschaft, die beim Schutz des Klimas, der Böden und der Natur finanziell unterstützt wird, braucht es vor allem auch mehr Bewusstsein und Wertschätzung für nachhaltige Ernährung - verbunden mit ganz viel Genuss.  „Gerade bei der Gemeinschaftsverpflegung in Schulen, Kitas und öffentlichen Kantinen liegt ein wichtiger Hebel für gesundes, regionales und ökologisches Essen“, betont Gisela Sengl. Mit einem guten, kostenlosen Mittagessen für Schulkinder könne man beispielweise einen stabilen Absatzmarkt für den Ökolandbau schaffen, zu gesunder Ernährung bilden und zugleich soziale Gerechtigkeit fördern.

Nach den gut eineinhalbstündigen Gesprächsrunden blieben unter den rund 50 Teilnehmenden noch einige Fragen offen, die der Biobäuerin aus dem Chiemgau und dem Aschaffenburger Forstwirt mit den gesammelten Anregungen mit nach München und Berlin gegeben wurden. Dazu gehörte auch der Appell an die bayerische Staatsregierung, die Streichung der KULAP Maßnahme K33 "vielfältige Fruchtfolge zum Humuserhalt" rückgängig zu machen.